1. Home
  2. Beiträge
  3. Büro-Tipps
  4. Wie gefährdet bist Du für einen Burnout?

Wie gefährdet bist Du für einen Burnout?

Wie gefährdet bist Du für einen Burnout?
© Isabella and Louisa Fischer/ Unsplash

Burnout zählt inzwischen zu den sogenannten „Volkskrankheiten“. In den Medien ist der Begriff schon seit Jahren allgegenwärtig. Man liest immer wieder von alarmierenden Umfragen, nach denen jeder Zweite sich von Burnout bedroht fühlt und typische damit einhergehende Symptome wie dauerhafte Erschöpfung, Anspannung, Schlafstörungen oder Rückenschmerzen verspürt. In manchen Berufsgruppen, etwa bei Lehrern, Ärzten oder Pflegekräften, sind die Zahlen sogar noch erschreckender.

 

Und selbst, wenn nicht gleich der Begriff „Burnout“ fällt, fühlen sich den Studien zufolge 9 von 10 Deutschen von ihrer Arbeit gestresst.

Wo aber liegt die Grenze zwischen „mal im Stress sein“ (was mitunter – im Fall von positivem Stress bzw. „Eustress“ – sogar gesundheitsfördernd sein kann) und einer anhaltenden Überforderung, die zu einer ernsthaften Erkrankung führen kann?

 

Was genau versteht man unter Burnout?

Der Begriff „Burnout“ (oder zu Deutsch „Ausgebrannt sein“) verdeutlicht eigentlich schon sehr bildlich, was im Falle eines Burnout-Syndroms passiert: Man fühlt sich geistig und körperlich vollkommen erschöpft und den Anforderungen, die der (Berufs-)Alltag an einen stellt, nicht mehr gewachsen.

Im deutschen Gesundheitswesen zählte Burnout trotzdem bislang nicht als eigenständige Krankheit, sondern als Zusatzdiagnose, die aus medizinischer Sicht mit anderen Problemen bei der Lebensbewältigung einhergeht.

Allerdings ist hier inzwischen eine Änderung in Sicht, denn ab dem Jahr 2022 gilt eine neue Regelung. Dann soll Burnout auch als Krankheit von einem Arzt oder Psychologen diagnostiziert werden können. Allerdings bezieht sich dies nur auf den beruflichen Bereich, denn das Syndrom wird nun definiert als „Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet werden kann“.

 

So kannst Du die Anzeichen für einen Burnout erkennen  

Es ist kein Geheimnis, dass sich unser Arbeitsalltag durch die zunehmende Digitalisierung permanent verändert – und dementsprechend auch immer schnelllebiger und anspruchsvoller wird. Laufend kommen neue Dinge hinzu, mit denen wir uns auskennen müssen, so zum Beispiel die Themen Arbeiten im Homeoffice, Remote Work oder Video-Meetings. Kein Wunder, wenn einige da nicht so schnell mit der Technik mitkommen und sich überfordert fühlen.

Die Anzeichen für einen Burnout äußern sich zwar bei jedem anders und die Erkrankung verläuft in verschiedenen Phasen. Wenn aber aus der Überforderung ein Dauerzustand wird, dann sollten bei Dir alle Alarmglocken angehen, denn dabei kann es sich möglicherweise schon um die erste Phase eines Burnout-Syndroms handeln.

Es gibt ein paar Faktoren, auf die Du vorbeugend achten solltest. Daher stelle Dir regelmäßig die folgenden Fragen:

  • Fühle ich mich gestresst oder überarbeitet?
  • Habe ich auf der Arbeit das Gefühl, für alles zu wenig Zeit zu haben?
  • Habe ich das Gefühl, ohne mich läuft es im Büro nicht?
  • Kommen meine eigenen Bedürfnisse im Job zu kurz?
  • Gab es in letzter Zeit häufiger Konflikte mit Kolleginnen?
  • Habe ich in letzter Zeit öfter mal ein schlechtes Arbeitsergebnis abgeliefert?
  • Stelle ich fest, dass es mir auch im Privaten an Energie mangelt?
  • Leide ich unter Schlafmangel oder innerer Unruhe?

Am besten kontrollierst Du das einmal im Quartal oder sogar monatlich und notierst Dir die Antworten. Wenn Du die meisten Fragen bejahen kannst und im Zeitverlauf keine positive Entwicklung feststellst, ist Handeln angesagt. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du selbst an Deiner Situation nichts ändern kannst, dann such Dir Hilfe bei einem Arzt oder Psychologen.

 

Zum Abschluss habe ich noch einen Tipp:

Im Rahmen der Dresdner Burnout-Studie kannst Du online Dein persönliches-Burnout-Risiko in nur 15 Minuten testen und so gleichzeitig einen Beitrag zur weiteren Erforschung des Burnout-Syndroms leisten: https://burnout-studie.psych.tu-dresden.de

 

 

  Dieser Beitrag wird zur Verfügung gestellt von: ReNoSmart, die Online-Bibliothek für Kanzlei- und Notariatsmitarbeiter  
Theoretisch kann ich praktisch alles!
Der Newsletter für alle Super-ReNos!
Fordere jetzt den kostenlosen E-Mail-Newsletter „Theoretisch kann ich praktisch alles!“ an und wir schenken dir das eBook „Das 1x1 des RVG“ – weil wir Dich super finden! ?
Wenn Du nicht mehr weiter weißt: Der ReNo-Newsletter hilft! Jetzt kostenlos anfordern und eBook im Wert von 29,00 € GRATIS erhalten: