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Webinare auf Rezept: Die „RVG-Sprechstunde“

Webinare auf Rezept: Die „RVG-Sprechstunde“

In Zeiten von Corona verlagern sich Arbeitsort und Weiterbildung in das Homeoffice. „Nichts für mich“, rufen viele, sei doch der Austausch auf Präsenzseminaren nicht vergleichbar mit Lernprozessen am Bildschirm, die mit ein wenig Isolation daherkommen. Muss aber nicht so sein. Die neue „RVG-Sprechstunde“ des Anwaltverlags verzahnt Webinare zum Vergütungsrecht mit anspruchsvollen visuellen Verständnishilfen, direkter Kommunikation mit Experten und einer digitalen Bibliothek. Der Dozent Thomas Schmidt erklärt im Interview, was Kanzleimitarbeiter und Anwälte von dem neuen innovativen Webinar-Konzept erwarten dürfen.

Diplom-Rechtspfleger Thomas Schmidt ist Dozent an der Fachhochschule für Rechtspflege NRW, und langjähriger Referent in der Fachanwaltsausbildung und Fortbildung von Anwälten und Kanzleimitarbeitern. Er ist langjähriger Autor für diverse juristische Fachzeitschriften und verantwortlicher Programmierer von Anwaltssoftware. Schmidt hat das Webinar-Konzept der „RVG-Sprechstunde“ mitentwickelt.

 

Wie bewerten Sie die RVG-Änderungen der Novelle 2021?

Insgesamt erhalten die Anwälte eine 10%ige Erhöhung ihrer Vergütung. Auch die Klarstellung, dass die „fiktive“ Terminsgebühr bei schriftlichen Vergleichen, vor allen in sozialgerichtlichen Verfahren, auch ohne Beteiligung des Gerichts anfällt, ist richtig.

Ebenso dass die Anrechnung mehrerer Geschäftsgebühren auf eine einheitliche Verfahrensgebühr begrenzt wurde. Ich rechne allerdings gerade bei Fallgestaltungen zur Anrechnung und Übergangsrecht mit Informationsbedarf bei den Sachbearbeitern in Kanzleien im neuen Jahr.

 

Zusammen mit Rechtsanwalt Norbert Schneider sind Sie ab November 2020 im neuen Webinar-Format „RVG-Sprechstunde“ präsent. Wie ist diese konzipiert?

Die RVG-Sprechstunde gliedert sich in zwei 60-minütige Webinare pro Monat. Zum einen zunächst das „RVG Update“ von Rechtsanwalt Norbert Schneider. Ich führe hieran anschließend kurz darauf im Monat das zweite Webinar RVG Fragen & Antworten“. Dabei arbeite ich mit Powerpoint-Präsentationen, die so gestaltet sind, dass sich eine Aufgabenstellung, z.B. die Anrechnung einer Gebühr, anschaulich nachvollziehen lässt. Es gibt also nicht lediglich kurze Textzusammenfassungen oder Abbildungen, sondern auch animierte Grafiken, die einzelne Schritte eines Lösungswegs darstellen, so werden auch komplexe vergütungsrechtliche Problemstellungen visuell bestmöglich begleitet.

 

In Ihrem Webinar stehen die individuellen Fragestellungen der Teilnehmer im Mittelpunkt.

Richtig, alle Teilnehmer können mir schon vorab Fragen per E-Mail zuschicken. Was sich schnell klären lässt und vergleichsweise einfach ist, wird direkt beantwortet. Anspruchsvollere Fragen werden im Webinar aufgegriffen. Dies geschieht derart, dass sowohl ich als auch die Teilnehmer, wenn sie dies wünschen, in kleinen Bildschirmansichten online dargestellt sind. Ich spreche dann im Webinar gezielt die Fragesteller an, rekapituliere noch einmal deren konkrete Frage und gebe Antworten, die jeweils auch mit Tafeln und Grafiken ergänzt sind. Livechats gibt es auch. Insgesamt soll das Webinar trotz seiner digitalen Form für Teilnehmer nicht anonym sein. Jeder kann sich nach seinem Geschmack einbringen. Ein kleines Beispiel kann man sich in dem Video zu § 15a RVG anschauen.

 

Sie greifen dabei auf umfangreiche Erfahrungen im Bereich Online-Learning zurück.

Ich erarbeite und gebe nicht nur schon länger Webinare, sondern bin auch im Weiterbildungsbereich tätig, gebe also anderen Dozenten Hilfestellungen, inwieweit diese ihre Webinare aufbauen und gestalten können. Meine langjährigen Erfahrungen sind daher auch in die „RVG-Sprechstunde“ eingeflossen, und gerade im Bereich der Anwaltsvergütung ist es wichtig, dass man komplexe als auch typische Fragestellungen einbezieht und praxisgerecht aufbereitet. Dies ist besonders spannend, weil wir mit der Sprechstunde fast zeitgleich mit den novellierten RVG-Vorschriften starten.

 

Können Teilnehmer spontan während des Webinars auf Ihre Ausführungen reagieren?

Alle Teilnehmer können sich jederzeit mündlich einklinken, wenn sie einzelne Schritte nicht verstehen oder wissen wollen, ob die Lösung z.B. bei einem ähnlichen Sachverhalt gilt, den sie dann kurz schildern. Das ist technisch auch nicht aufwendig, jeder Teilnehmer kann aktiv partizipieren, hat aber ebenso einen Gewinn, wenn er das Webinar passiv mitverfolgt. Zudem kann man sich einzelne Darstellungen und Animationen jederzeit nach dem Webinar noch einmal anschauen und Einzelheiten vertiefen.

 

Was macht die „RVG-Sprechstunde“ für Auszubildende und Kanzleimitarbeiter außerdem attraktiv? Und schlägt angesichts Corona weiterhin die Stunde digitaler Weiterbildungsangebote?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Teilnehmer die Spontaneität schätzen. Man ist nicht an ein Format gebunden, das man dann ein Jahr oder länger bezahlen muss. Die RVG-Sprechstunde ist für jeden jederzeit zum nächsten Monat kündbar. Damit sind auch ein paar „Schnupperstunden“ möglich, je nach Bedarf, und das ist für viele Kanzleimitarbeiter attraktiv. Hinzu kommen enorme Zeit- und Kostenvorteile, die stets mit Webinaren einhergehen: Wer an einem Präsenzseminar teilnimmt, plant in der Regel den ganzen Tag ein, reist zur Veranstaltung an, muss vielleicht übernachten und hat zusätzliche Ausgaben.

 

Digitales Lernen schont zeitliche Ressourcen.

Tatsache, denn bei einem Webinar reduziert sich alles auf die Zeit am Bildschirm bzw. sich vor- und nachher mit dem Stoff zu beschäftigen. Ist ein Teilnehmer spontan verhindert, kann er sich einfach das aufgezeichnete Webinar später anschauen, das ihr oder ihm zeitlich unbegrenzt zur Verfügung steht. Verpassen kann man nichts mehr. Tatsächlich dürfte die Corona-Pandemie noch länger dafür sorgen, dass digitale Weiterbildungen eine wichtige Alternative zu Präsenzseminaren sind, auch wenn viele letztere vorziehen.

 

Das Format ist dabei auch mit weiterer Literatur und einer Software verknüpft, auf die Teilnehmer zusätzlich zugreifen können.   

Und das ist in dieser Menge schon sehr beachtlich. Solange man die „RVG-Sprechstunde“ monatlich bezieht, hat man zusätzlich digitalen Zugriff auf die RVG-Literatur des Anwaltverlags und kann die preisgekrönte Abrechnungssoftware AnwaltsGebühren.online nutzen. Außerdem erhalten die Teilnehmer die Zeitschrift AGS – Anwaltsgebühren Spezial einschließlich RVG-Report als Zeitschrift zugeschickt. Literatur und Software können natürlich uneingeschränkt für die Ausbildung oder in der Kanzlei verwendet werden. Teilnehmer bekommen für ihr Geld also eine Kombination aus stets aktuellen Webinaren mit einer fachbezogenen, digitalen Bibliothek zum RVG. Das ist für einen monatlichen Betrag von 59 EUR plus Mehrwertsteuer tatsächlich sehr preiswert. Ich bin sehr gespannt und freue mich richtig auf diese Herausforderung im ersten Webinar am 24. November. Die ersten Fragen liegen jedenfalls schon vor …

                                                      

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