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So lernst Du, „Nein“ zu sagen – 7 wirkungsvolle Tipps

So lernst Du, „Nein“ zu sagen – 7 wirkungsvolle Tipps
© Mattia Ascenzo / unsplash

Kennst Du diese Situation? Du sitzt gelangweilt in der Kanzlei rum und feilst Dir die Nägel, weil Du nichts zu tun hast. Kennst Du nicht? Dachte ich mir. Denn die Realität der ReNos sieht anders aus. Eigentlich ist man nie richtig fertig; wenn man einen Job erledigt hat, kommen zwei neue hinzu. Das führt zu Stress, und den unterschätzen viele. Denn dauerhafter Stress führt zu Krankheit und endet im schlimmsten Fall mit einem Burnout. Was ich jetzt sage, wird vielen von Euch nicht gefallen, aber ich sage es trotzdem: Oft sind die ReNos selber schuld an ihrem Stress. Weil Sie sich zu viel zumuten und sich nicht trauen, auch einmal „Nein“ zu ihrem Chef zu sagen.

Hab keine Angst vor möglichen Konsequenzen

Zugegeben: Der Chef ist eine Respektperson und natürlich ist es Deine Aufgabe, seine Arbeit zu erleichtern und seinen Weisungen zu folgen. Aber Du darfst nicht vergessen, dass Dein Chef auch nicht immer auf dem Schirm hat, was sich gerade so bei Dir auf dem Schreibtisch stapelt. Glaube mir, das letzte, was er oder sie will, ist, Dich so zu überlasten, dass Du nicht mehr leistungsfähig bist. Deshalb ist es durchaus realistisch, dass Dein „Nein“ akzeptiert wird. Und wenn Du einen guten Job machst – wovon ich selbstverständlich ausgehe – dann wird Dein „Nein“ auch keine negativen Konsequenzen haben.

Natürlich kommt es immer darauf an, wie Du das „Nein“ formulierst. Ein beherztes „Machen Sie Ihren Scheiß doch selber“ ist wahrscheinlich wenig hilfreich. Deshalb verrate ich Dir die 7 besten Tipps, die Du unbedingt beachten solltest.

Tipp 1: Hör erst zu, bevor Du „Nein“ sagst

Du solltest wissen, zu was Du genau „Nein“ sagst. Vielleicht ist es ja tatsächlich nur eine Kleinigkeit, die Du mühelos in 2 Minuten erledigen kannst. Frag im Zweifel nach, damit Du weißt, was genau bis wann erledigt werden soll, und entscheide dann, ob das „Nein“ hier auch wirklich nötig ist.

Tipp 2: Lächle!

Machen wir uns nichts vor: Niemand hört es gerne, wenn ihm ein „Nein“ erwidert wird – schon gar nicht, wenn es aus einem säuerlich wirkenden Gesicht kommt. Bringe deshalb Dein „Nein“ freundlich vor und signalisiere so, dass Du trotzdem loyal und hilfsbereit bist.

Tipp 3: Drücke Dich klar aus

Vermeide Formulierungen wie „Eigentlich habe ich keine Zeit“ oder „Das ist jetzt gerade schlecht“ – Du meinst damit vielleicht „Nein“, aber Dein gegenüber hört stattdessen „es wird trotzdem schon irgendwie gehen“.  Sage deutlich, was Sache ist: „Nein, das geht nicht“ oder „Tut mit leid, aber das ist nicht möglich“.

Tipp 4: Begründe Dein „Nein“

Einfach so „Nein“ sagen wird nicht reichen, Du redest immerhin mit Deinem Chef, und der wird ganz bestimmt wissen wollen, warum Du die Arbeit, die er Dir gerade geben will, nicht ausführen wirst. „Ich habe noch die Angelegenheit XYZ auf dem Tisch, das hat oberste Priorität“ oder „Ich muss in 10 Minuten meinen Sohn von der Kita abholen“ – das sind gute Gründe.

Tipp 5: Biete eine Alternative an

Versetz Dich jetzt mal in die Lage Deines Chefs: Dein „Nein“ wird ihn vielleicht aus dem Konzept bringen, weil er damit nicht gerechnet hat. Deshalb ist es gut, wenn Du ihm eine Alternative aufzeigen kannst: „Ich kann das aber gleich morgen früh erledigen“ oder „Wenn ich die Angelegenheit XYZ pausieren lassen kann, dann kann ich mich sofort darum kümmern“.

Tipp 6: Lass Dich nicht manipulieren

Wahrscheinlich ist Dein Chef ein kluger Mann oder eine kluge Frau – deshalb musst Du Dich auf Manipulationsversuche einstellen. „Sie sind doch meine beste Mitarbeiterin, können Sie das noch schnell erledigen?“ oder „Keiner hier kennt sich mit dieser Sache so gut aus wie Sie, das kann ich keinem anderen anvertrauen“ – das sind Sätze, mit denen Dein Chef versucht, Dich um den Finger zu wickeln. Am besten konterst Du dann zum Beispiel so: „Das freut mich, dass Sie mir soviel Vertrauen entgegenbringen. Aber ich kann das wirklich nicht machen.“

Tipp 7: Körpersprache ist wichtig!

Verschränkte Arme signalisieren eine ablehnende Haltung – wenn Du so Dein „Nein“ vorbringst, könnte der Chef das als generelle Ablehnung interpretieren. Auch ein schamhaft gesenkter Blick ist nicht hilfreich, wenn man Entschlossenheit demonstrieren will. Am besten ist eine offene, dem Gegenüber zugewandte Position mit einer ruhigen Körperhaltung.

Fazit: „Nein“ zu sagen ist schwer – aber man kann es lernen!

Keine Frage: „Nein“ zu sagen ist nicht leicht, aber trotzdem fährst Du auf lange Sicht besser damit, ab und zu mal ein deutliches Stopp-Signal zu senden. Mit den hier angeführten Tipps sollte es Dir leichter fallen, auch mal „Nein“ zu sagen. Mein Bonus-Tipp: Übe das „Nein“-sagen mit einer Kollegin, dann fällt es Dir im Ernstfall deutlich leichter.

Dieser Beitrag wird zur Verfügung gestellt von: ReNoSmart, die Online-Bibliothek für Kanzlei- und Notariatsmitarbeiter

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