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So gehst Du souverän mit Fettnäpfchen und anderen Peinlichkeiten um

So gehst Du souverän mit Fettnäpfchen und anderen Peinlichkeiten um
© Nick Dale; Adobe Stock

In eine peinliche Situation gerät jeder mal. Das wohl prominenteste Beispiel ist Prinz Philip, der Gatte der britischen Königin, der sich schon unzählige Ausrutscher in der Öffentlichkeit geleistet hat, obwohl er es als Profi auf dem gesellschaftlichen Parkett ja eigentlich besser wissen müsste.

Vermutlich besuchst Du nicht ganz so häufig wie Prinz Philip Empfänge oder Staatsbankette. Aber auch im beruflichen Umfeld schadet es nicht zu wissen, wie man peinliche Situationen vermeidet – und wie Du Dich am besten verhältst, wenn Du doch mal ins Fettnäpfchen trittst.

2 Regeln zum Umgang mit peinlichen Situationen

Regel Nummer 1: Menschen machen Fehler

Egal, wie sorgsam Du durchs Leben gehst – Fehler lassen sich nie ganz vermeiden. Daher solltest Du Dich nicht zu sehr ärgern, wenn Du in ein Fettnäpfchen trittst, denn das passiert uns allen. Und Du solltest die Sache auch nicht schlimmer machen, als sie ist – oder, um auf die Royals zurückzukommen: „Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiter gehen!“

Regel Nummer 2: Achte auf die anderen!   

Checke immer erst, wie Dein Umfeld sich verhält, bevor Du selbst auf die Panne reagierst:

  • Wenn keine Reaktion kommt, hat Dein Gegenüber den Fehltritt vielleicht gar nicht bemerkt. Also kannst auch Du darüber hinwegsehen.
  • Wenn sich die Situation mit Humor nehmen lässt, dann nimm sie mit Humor und lache mit den anderen! Dadurch wirkst Du selbstbewusst und sympathisch.
  • Bemerkst Du, dass die anderen sich über Dich ärgern oder dass Du klar gegen eine Regel verstoßen hast, kommst Du um eine Entschuldigung oder Erklärung nicht herum.

Typische Fettnäpfchen im Job – und wie Du damit umgehst

 Zum Abschluss gebe ich Dir ein paar praktische Tipps für den Umgang mit typischen Fettnäpfchen aus dem beruflichen Umfeld:   

  • Panne bei der Kleiderwahl

Du hast für das Vorstellungsgespräch Dein bestes Kostüm angezogen und stellst beim Eintreffen fest, dass Deine Strumpfhose eine auffällige Laufmasche hat? Oder Du bemerkst beim Firmenjubiläum, dass sich außer Dir alle in Schale geworfen haben und mit Cocktailkleid oder Smoking auflaufen?

Hier gilt: Eine gute Vorbereitung ist das A und O! Eine Ersatzstrumpfhose solltest Du immer dabeihaben, und erscheine auch nie auf den letzten Drücker zu wichtigen Gesprächen. Bei Geschäftsfeiern erkundige Dich im Vorfeld nach dem Dresscode.

  • Unangenehmer Körpergeruch

Die Pizza in der Mittagspause war zwar lecker, aber auch üppig mit Knoblauch belegt, so dass Deine Kolleginnen schon die Nase rümpfen. Eine nette Entschuldigung zeigt Deinen Büronachbarn, dass Dir die Situation unangenehm ist und stimmt sie versöhnlich. Und für solche Fälle schadet es nie, wenn Du Pfefferminzbonbons oder ein Duftspray im Büro deponierst, um den Geruch abzumildern.         

  • Blackout bei der Präsentation

Dein Chef hat Dich mit einer Präsentation für das Team-Meeting beauftragt. Während der Präsentation stellt er Dir plötzlich eine unerwartete inhaltliche Frage, die Dich so aus der Fassung bringt, dass Du den Faden verlierst.

Versuche, die Ruhe zu bewahren und Zeit zu gewinnen, um Dich zu sammeln. Und auch hier kannst Du durch eine gute Vorbereitung vermeiden, dass so etwas überhaupt passiert. Mach Dir ergänzende Notizen und überlege, welche Rückfragen kommen könnten. Und mach immer einen Probelauf, bei dem Du auch gleich die Technik testest.

  • Versprecher

Ich hatte mal einen Vorgesetzten, der sehr gerne Redewendungen einsetzte, diese aber leider meistens verdrehte, etwa so: „die Kuh von hinten aufzäumen“.

Derartige Versprecher sind uns vor allem vor größerem Publikum peinlich. Hier zeigst Du Deine Stärke, indem Du gelassen bleibst und selbst über den Versprecher lachst.

  • Überreagieren

Dein Arbeitstag war stressig und Du musst kurz vor Feierabend für den nächsten Tag noch den Besprechungsraum für ein Meeting eindecken. Du stellst fest, dass sich in der Küche noch das dreckige Geschirr von der letzten Besprechung stapelt. Wutentbrannt lädst Du Deinen ganzen Frust an der zuständigen Kollegin aus und schreibst ihr eine böse E-Mail. Später erfährst Du, dass die Kollegin das Büro vorzeitig verlassen musste, da sie sich nicht wohl fühlte, und deswegen das Geschirr nicht mehr wegräumen konnte.

Keine Frage, was hier zu tun ist: Stehe zu Deinem Fehlverhalten und entschuldige Dich bei der Kollegin für die böse Mail. Und in Zukunft warte lieber erst mal ab oder schlafe eine Nacht darüber, bevor Du Deinen Frust ablädst.

  • Du wirst von anderen in eine peinliche Situation gebracht

Wenn eine Kollegin ein Thema anschneidet, das Dir peinlich ist oder über das Du vor den anderen Kollegen nicht sprechen möchtest (zum Bespiel Deine gerade begonnene Diät), kannst Du die „Touch-Turn-Talk“-Methode nutzen: Zuerst reagierst Du kurz auf die Bemerkung Deines Gegenübers (Touch: „Stimmt, ich habe gerade damit angefangen“), anschließend baust Du eine Brücke zu einem neuen Thema (Turn: „Gesünderes Essen ist ja im Moment auch so ein Trend“) und dann übernimmst Du die Regie (Talk: „Hattest Du nicht letztes Jahr das Buch von diesem Ernährungspapst gelesen?“).

Wenn Du diese Tipps beherzigst, wirst Du jede peinliche Situation mit Bravour meistern.

Dieser Beitrag wird zur Verfügung gestellt von: ReNoSmart, die Online-Bibliothek für Kanzlei- und Notariatsmitarbeiter

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