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RENO Hamburg: „Möchten unsere Mitglieder gegen Berufsunfähigkeit abgesichert wissen“

RENO Hamburg: „Möchten unsere Mitglieder gegen Berufsunfähigkeit abgesichert wissen“
@ Christian Noe

Als Kanzleimitarbeiter berufsunfähig werden? Das kann passieren. Eine schwere Erkrankung oder ein Unfall können Gründe sein, dass man zeitweise oder sogar dauerhaft nicht mehr arbeiten kann – und nichts mehr verdient. Besonders jüngeren Berufsstartern wird empfohlen, ihr Einkommen abzusichern. Die RENO Hamburg (Vereinigung der Rechtsanwalts- und Notariats (RENO)-Angestellten Groß-Hamburg e.V.) hat sich überlegt, wie sie Mitgliedern eine attraktive Absicherung bieten kann und einen Kollektivvertrag mit einem Versicherer geschlossen.

 

Eine Zahl vorweg: jeder Vierte wird im Laufe seines Erwerbslebens mindestens einmal berufsunfähig, im Durchschnitt mit 44 Jahren, berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Wer jünger ist, kann sich häufig noch günstiger und leichter absichern, als wenn man schon eine längere Erwerbsbiografie vorzuweisen hat und vielleicht schon gesundheitliche Probleme aufgetreten sind.

Dass das Risiko, seine Arbeit nicht mehr ausüben zu können, keinesfalls körperlich belastenden Berufen vorbehalten ist, und eben auch junge Menschen treffen kann, weiß auch Rainer Schulz von der RENO Hamburg. Er hat für den Verband einen Kollektivvertrag mit dem Hanseatic Versicherungsdienst Hamburg (HVD) abgeschlossen, über den Mitglieder eine Police bekommen können. Also ein Anruf im Norden, um zu erfahren, was Mitglieder davon haben.

 

Wie kam es zu der Idee, eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Kooperation anzubieten?

Als Berufsverband liegt uns das persönliche Wohl und die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen am Herzen. Wir beobachten mit Sorge, dass der Schritt zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwimmt. Es regiert oftmals die Angst vor dem Chef, der gern für wenig Geld „high performance“ erwartet. Das kann dann schnell in Richtung ständiger Erreichbarkeit der Mitarbeiter während Urlaub oder Krankheit gehen. Es ist nicht selten, dass eine permanente Dauerbelastung zu einer unausgewogenen Work-Life-Balance führt und Arbeitnehmer belastet. Gerade psychische Erkrankungen sind in Dienstleistungs- und wissensintensiven Berufen hinter dem Schreibtisch nicht mehr selten. Daher möchten wir unsere Mitglieder abgesichert wissen.

Sie kommen stets ins Gespräch mit Auszubildenden und Kanzleimitarbeitern.
Ist man sensibilisiert, was die Themen Krankheit und Einkommensausfall betrifft?

Nicht jeder denkt gerade früh, also während der Ausbildung oder nach der Abschlussprüfung, an solche Themen – oder mag daran denken. Ich habe schon den Eindruck, dass das Bewusstsein hierfür geschärft werden muss, wie wichtig so ein Schutz ist. Natürlich handelt es sich – wie bei jeder Versicherung – um eine Versicherung auf Vorrat. Aber Betroffene werden dankbar sein, wenn sie hier eine finanzielle Absicherung im Falle eines Falles haben.

Ältere und länger im Berufsleben stehende Arbeitnehmer haben oft Schwierigkeiten, wenn sie noch eine Police abschließen wollen.

Die über unseren Kollektivvertrag angebotene Police hat eine erleichterte Gesundheitsprüfung. Das heißt, dass ggf. auch Personen einen Vertrag bekommen, die früher vielleicht bereits bei anderen Versicherungen abgelehnt wurden oder sehr teure Angebote bekamen.

Welche Vorteile bieten sich weiter?

Solche Kollektivverträge, die sich auf eine bestimmte Gruppe beziehen, ermöglichen häufig günstigere Prämien oder bessere Leistungen. Viele Kanzleimitarbeiter verdienen wenig, müssen daher auch darauf achten, was monatlich oder jährlich an Versicherungsbeiträgen finanziert werden muss. Erfreulicherweise ist das Interesse bisher groß, viele Mitglieder haben Anträge gestellt, die dann jeweils geprüft und individuell besprochen werden. Diese Versicherung ist auch nur ein weiterer – logischer – Baustein, den wir als Berufsverband anbieten. Aktuell sind wir auf der Suche nach einem Anbieter für Sportaktivitäten, um unseren Mitgliedern eine günstige Gesundheitsprävention zu bieten.

Vielen Dank für Ihre Antworten. 

 

Hinweis
Wer lang laufende und die eigene Existenz sichernde Versicherungen schließen will, sollte grundsätzlich nichts überstürzen. Eine solide, unabhängige Beratung ist in Versicherungsfragen wichtig. Die Stiftung Warentest vergleicht regelmäßig BU-Versicherungen und gibt Hilfestellungen, geeignete Policen zu finden. Auch auf der Themenseite der Verbraucherzentrale erhalten Sie grundlegende Informationen und können sich individuell beraten lassen. Einen kurzen Beitrag des ZDF-Magazins WISO (25.02.2019) können Sie hier anschauen.

 

„Versichern lassen über den Kollektivvertrag können sich übrigens nicht nur RENO-Mitglieder selbst, sondern auch deren Familienangehörige“, so Mike Meimerstorf vom HVD auf Anfrage. „Bis zu einer monatlichen Versicherungssumme von 2.000 EUR gilt die vereinfachte Gesundheitsprüfung. Vereinfacht bedeutet: die Prüfung besteht aus nur vier Fragen zum Gesundheitszustand. Das Risiko einer Obliegenheitsverletzung, also dass der Versicherte beim Antrag versehentlich keine vollständigen Angaben macht bzw. vergisst, reduziert sich damit erheblich.“

 

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