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Mit Leistungsdruck umgehen – so klappt’s!

Mit Leistungsdruck umgehen – so klappt’s!
Icons8 Team / Unsplash

Stressige Situationen und Leistungsdruck im Job kennen wir alle. Durch moderne Kommunikationswege wie E-Mails und die ständige Erreichbarkeit hat das Tempo in der Arbeitswelt tatsächlich massiv zugenommen. Solange Stress kein Dauerzustand ist, stellt das eigentlich auch kein Problem dar. Aber was ist, wenn der Druck permanent da ist? Und wenn sich dadurch bei Dir Hilflosigkeit und die Angst vorm Versagen breit machen? Spätestens dann ist eine Grenze überschritten, die im schlimmsten Fall zu psychischen Erkrankungen wie einem Burnout führen kann. Damit Dir das gar nicht erst passiert, verrate ich Dir 4 Strategien zum Umgang mit Leistungsdruck bei der Arbeit. 

 

1. Mach Dir klar, welche Erwartungen an Dich gestellt werden!

Wenn Dein Chef Dir eine Aufgabe gibt, die bei Dir Stress oder sogar Panik auslöst, solltest Du zunächst versuchen, die Sache ganz objektiv zu betrachten:

  • Was erwartet Dein Vorgesetzter genau von Dir?
  • Welches Ergebnis ist wichtig – und welche Rolle spielt es insgesamt für Deine Arbeit?
  • Welche Erwartungen stellst Du bei dieser Aufgabe an Dich selbst?
  • Sind Deine eigenen Erwartungen angemessen – oder geht es vielleicht auch eine Nummer kleiner oder etwas weniger perfekt?

Hilfreich kann es dabei auch sein, dass Du Deine Sorgen und Ängste einfach mal aufschreibst. Dieses Ausformulieren gibt Dir die Möglichkeit, einen anderen (evtl. realistischeren) Blick auf die Sache einzunehmen – und besser einzuschätzen, ob der Druck, den Du verspürst, wirklich nötig ist.

 

2. Arbeiten unter Stress lässt sich üben!

Gibt es bestimmte Anlässe oder Tätigkeiten im Job, die bei Dir automatisch Versagensängste auslösen?

Bei mir war das beispielsweise früher oft der Fall, wenn ich wusste, dass ich vor einer größeren Runde etwas präsentieren oder vortragen sollte. Was mir geholfen hat, mit diesem Druck umzugehen, war ständiges Üben. Ich habe mich dazu teilweise sogar ganz bewusst in solche Vortrags-Situationen begeben und mich freiwillig gemeldet, wenn Präsentationen vor Publikum anstanden. Das war am Anfang wirklich hart für mich. Aber irgendwann fiel der Druck von mir ab – und mittlerweile bin ich geübt darin, vor anderen Menschen zu sprechen und weiß, was dabei auf mich zukommen kann.

 

Um den Umgang mit Versagensängsten zu trainieren hilft es auch, sich klar zu machen, was im schlimmsten Fall alles passieren kann. Wenn ich mir vorab schon mal den „worst case“ vergegenwärtige und überlege, wie ich damit umgehe, bringt es mich in der „echten“ Situation nicht mehr so aus der Fassung, wenn beispielsweise mal die Technik bei meinem Vortrag streikt.

 

3. Sei nicht zu sehr auf das Ergebnis fokussiert!

Wenn Du mit einer wichtigen Aufgabe befasst bist, solltest Du Dich nicht dadurch verrückt machen, dass Du ständig an das Resultat denkst oder an die Deadline, die eingehalten werden muss.

Versuch lieber, Dich auf den Weg zum Ergebnis und auf die Aufgabe zu konzentrieren. Das kann Dir dabei helfen, das Stresslevel zu senken. Und es gibt Dir Gelegenheit, schon beim Bearbeiten der Aufgabe Lernerfolge zu erzielen – und die wiederum lösen positive Gefühle aus, die den Leistungsdruck mindern können.

 

4. Das Tempo anpassen und Ballast abwerfen

Wenn Du Druck im Job verspürst, bringt es wenig, in Hektik oder blinden Aktionismus zu verfallen. Denn dadurch erzielst Du im Regelfall keine besseren Arbeitsergebnisse. Umgekehrt ist es aber auch nicht hilfreich, in eine Schockstarre zu verfallen oder zu viel über die hohen Arbeitsanforderungen nachzudenken.

Stattdessen rate ich Dir, in besonders stressigen Phasen das Tempo erst einmal zu reduzieren. So wirst Du merken, dass Du in einem „moderaten“ Tempo deutlich effektiver arbeitest als in einem permanenten Stresszustand.

 

Wenn Dir dieser erste Schritt gelungen ist, versuche als Nächstes mehr Struktur in Deinen Arbeitsalltag zu bringen und Deine einzelnen Aufgaben zu priorisieren. Auch hier ist es hilfreich, das schriftlich zu machen. Notiere Dir:

  • Was sind zeitkritische Tätigkeiten?
  • Welche Routineaufgaben müssen vielleicht nicht täglich bzw. wöchentlich erledigt werden, sondern können in ruhigeren Phasen abgearbeitet werden?
  • Welche Abläufe würden für weniger Stress sorgen, wenn sie anders organisiert wären?
  • Für welche Tätigkeiten könntest Du Dir Unterstützung durch Kolleginnen erfragen?

 

Zum Schluss noch ein wichtiger Tipp:

Wenn Du bei der Auflistung Deiner Routineaufgaben feststellst, dass Deine wöchentliche Arbeitszeit schon auf dem Papier nicht ausreicht, um alles zu erledigen, dann hilft nur eines: Sprich Deinen Vorgesetzten auf das Problem der Arbeitsüberlastung an und überlege gemeinsam mit ihm, wie Du Ballast abwerfen, Abläufe ändern oder Aufgaben abgeben kannst. Schließlich sollte auch Deinem Chef daran gelegen sein, dass er dauerhaft auf psychisch gesunde Mitarbeiter zählen kann.

 

 

  Dieser Beitrag wird zur Verfügung gestellt von: ReNoSmart, die Online-Bibliothek für Kanzlei- und Notariatsmitarbeiter  
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