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Kann mein Azubi doch mehr als ich dachte?

Kann mein Azubi doch mehr als ich dachte?

Wie man durch zusätzliche Fortbildungen seinen Azubi herausfordert

Ich denke, in jedem Menschen steckt ein Quäntchen Potenzial. Das Wichtige ist, dieses auch zu erkennen und entsprechend zu fördern. Doch was meint Potenzial eigentlich?

Ein Potenzial ist eine ansprechbare, latente oder leicht entwickelbare Kompetenz, mithin also eine Möglichkeit Kraft zu entfalten und Stärke zu zeigen. Und tatsächlich ist es, davon bin ich überzeugt, genau das, was man in seiner Ausbildung sucht und auch am Besten finden sollte. Schließlich hat man den ganzen Schulkram hinter sich gelassen, Physik oder Latein abgeschrieben mit den Worten, dass man es ohnehin nicht für die Zukunft bräuchte. Und nun steht man in seiner Zukunft und lernt hoffentlich genau das, was einem Spaß macht, und genau das, was man sein Leben lang mit Freude machen möchte. Genau dafür es ist wichtig, eigene Potenziale zu erkennen und ausschöpfen zu können. Potenziale können ein Alleinstellungsmerkmal sein und einen damit besonders machen.

Andererseits gilt es für den Ausbilder, diese schon früh in seinem Azubi zu erkennen und ihn darin zu fördern. Ihm damit das Gefühl zu geben, dass sein Aufgabenbereich für ihn das richtige ist und das, was er in Zukunft weiter machen möchte.

Aber nicht nur bevor, sondern auch im Laufe der Ausbildung sollte man sich kontinuierlich mit sich selbst und seinen Stärken sowie Schwächen intensiv auseinanderzusetzen und herauszufinden, welche davon weiter auszubauen sinnvoll ist. Diese Eigeninitiative kann sich auszahlen: Einmal den Chef auf die Vorteile gewisser Weiterbildungsmaßnahmen aufmerksam machen, kann ein Umdenken bewirken (wenn er nicht selbst darauf kommt).

Mit Zusatzqualifikationen kann man seinem Azubi zeigen, dass dem Betrieb nicht nur eine individuelle Ausbildung wichtig ist, sondern auch die Person selbst. Wo hat der Azubi seine Stärken oder besonders Freude dran? Oder wo hat er Schwächen, die vielleicht nicht nur ausgemerzt, sondern auch in Stärken verwandelt werden können? Die Frage ist, wie kann ich richtig in meinen Azubi investieren und ihm damit signalisieren, wie wertvoll er ist.

Durch Zusatzqualifikationen, wie z.B. Technikschulungen, IT-Seminare oder Sprachkurse kann man sich leistungsstarke, besonders geschulte Azubis in sein Unternehmen holen. Dabei sollten die Kurse in ihrem Umfang zum Lernziel und Alltag des Azubis passen. Besonders wertvolle Kenntnisse in diesem Berufsfeld, die man sich nebenbei und „on top“ aneignen kann, sind die Weiterbildung der englischen Sprachkenntnisse, wobei hier auch anerkannte Urkunden erworben werden können, sowie Weiterbildungen im Umgang mit Software wie  Word oder Excel, oder besonderen Tastschreibkursen, um die Zahl der Anschläge zu verbessern. Aber auch die Weiterbildung zu einem „RVG oder Zwangsvollstreckung-Profi“ bergen nur Vorteile für beide Seiten.

Besonders ausgebildete und geschulte Auszubildende sind wie ein „Extrabonbon“ für das Unternehmen und seine weiteren Perspektiven

Schon bei der Vertragsunterzeichnung, aber auch während der Ausbildung braucht es nur ein wenig Feingefühl um zu erkennen, ob der neue Azubi einer mit Potenzial ist, einer, der mehr will und kann und auch gerne mal eine „Extrameile“ geht. Durch das Investieren in seinen Azubi kann das Unternehmen nicht nur fachlich, sondern auch in seinen Abläufen und Prozessen profitieren. Frischer Input und das Aufwirbeln festgesetzter, aber nicht unbedingt effizienter Strukturen können ein Umdenken von vorher nicht für notwendig erachtete Veränderungen anstoßen.

Schon bei der Akquise von Bewerbern kann es ein positiv hervorstechendes Merkmal für den Betrieb sein, wenn neben der Fahrtkostenerstattung auch mit berufsrelevanten Seminaren spannende Spezialisierungen angeboten werden. Wer ambitionierten Nachwuchskräften Zusatzqualifikationen anbietet, hat im Rennen um die besten Köpfe die Nase ein Stück weit vorn.

Als Azubi ist dieses zusätzliche Lernangebot nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Möglichkeit zu zeigen, was alles in einem steckt, warum der Betrieb nach Absolvierung der Ausbildung nicht auf einen verzichten sollte. Durch Seminare kann das persönliche Spektrum erweitert und der noch junge Lebenslauf zusätzlich durch Hingucker „aufgepimpt“ werden. Diese Möglichkeiten sollte man nutzen!

Dieser Beitrag wird zur Verfügung gestellt von: ReNoSmart, die Online-Bibliothek für Kanzlei- und Notariatsmitarbeiter

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