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Fotos im Büro: 10 Tipps & Tricks von ReNoSmart

Fotos im Büro: 10 Tipps & Tricks von ReNoSmart
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Fotos im Büro: 10 Tipps & Tricks von ReNoSmart

Ob beim zehnjährigen Jubiläum der Kanzlei, einem Betriebsausflug oder während der Mittagspause: Fotos und Videos sind fix gemacht – und ebenso schnell in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram veröffentlicht. Auch die Kanzlei-Homepage oder ein Flyer, z. B. anlässlich der Eröffnung einer Zweigstelle, lassen sich vermeintlich leicht bebildern. Wo bei Privatpersonen unter Umständen noch ein Auge zugedrückt wird, kann es jedoch für Unternehmen teuer werden. Denn bei Fotos greifen Bildrechte. Wer gegen diese verstößt, muss mit Abmahnungen, Unterlassungsklagen und Schadensersatzforderungen rechnen. ReNoSmart hat für Sie deshalb einige Tipps & Tricks zusammengestellt, wie Sie Bildrechte richtig anwenden.

  1. Wenn Sie Personen fotografieren oder filmen, benötigen Sie deren Einwilligung. Die muss nicht ausdrücklich gegeben sein, sondern kann auch durch schlüssiges Handeln erteilt werden. Beispiel: Sie fotografieren Ihre Kollegin, die es sich während der Mittagspause gemütlich gemacht hat. Ihre Kollegin bemerkt das und lächelt in die Kamera. Sie können nun davon ausgehen, dass sie mit der Anfertigung ihres Bildes einverstanden ist.
  2. Dieses Einverständnis ist jedoch nicht gleichbedeutend mit dem Einverständnis zur Veröffentlichung! Um beim Beispiel zu bleiben: Sie dürfen das Foto Ihrer Kollegin nicht ohne deren Wissen, z. B. auf der Facebook-Seite der Kanzlei oder unter Ihrem privaten Instagram- Account, veröffentlichen.
  3. Für eine Nutzung oder Verbreitung eines Bildes bedarf es der ausdrücklichen Einwilligung zum jeweiligen Zweck. Dies gilt auch für Fotos, die ein Mitarbeiter freiwillig der Kanzlei überlassen hat. Beispiel: Ein junger Rechtsanwalt hat neu in der Kanzlei angefangen und soll auf der Homepage unter „Unsere Mitarbeiter “vorgestellt werden. Generell muss er mit der Veröffentlichung seines Fotos auf der Homepage einverstanden sein und seine Erlaubnis hierzu erteilt haben; es ist nicht erlaubt, einfach sein Bewerbungsfoto zu verwenden.
  4. Eine Einwilligung muss immer freiwillig erfolgen. Wurde z. B. Druck von Vorgesetzten ausgeübt, dann ist die Erklärung ungültig. Es sollte eine schriftliche Einverständniserklärung vorliegen, die genau den Zweck der Einwilligung umreißt. Hinweis: Eine Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden, mit der Folge dass das Foto von der Homepage zu nehmen ist.
  5. Bei Fotos müssen nicht nur die Persönlichkeitsrechte des Abgebildeten beachtet werden, sondern auch das Urheberrecht des Fotografen. Beispiel: Bewerbungsbilder, die nur für diesen Zweck angefertigt wurden, dürfen nicht zur Vorstellung des Mitarbeiters auf der Kanzlei-Homepage verwendet werden.
  6. Aufgepasst mit „copy & paste “. Beispiel: Sie sollen für den Kanzleiinhaber Fotos für einen neuen Flyer anlässlich des Umzugs organisieren. Keinesfalls dürfen Sie im Internet nach Bildmaterial suchen, es herunterladen und Ihrem Chef zur Verfügung stellen. Sämtliche Fotos unterliegen dem Urheberschutz nach dem Urheberrechtsgesetz.
  7. Falls Sie ein fremdes Foto nutzen möchten, muss der Urheber schriftlich um Erlaubnis gefragt werden. Schildern Sie den geplanten Verwendungszweck und achten Sie darauf, welche Bedingungen genannt werden: Wenn z B. nur die private Nutzung erlaubt und die gewerbliche ausgeschlossen wird, darf das Foto nicht für einen Firmen-Flyer genutzt werden.
  8. Umfangreiches Bildmaterial finden Sie auch in professionellen Fotodatenbanken. Hier ist man auf der „sicheren Seite “, denn mit Kauf erwirbt man die Nutzungsrechte eines Fotos, das Sie dann ohne Bedenken auf der Kanzlei-Homepage, für eine Broschüre etc. verwenden können.
  9. Stolperfalle Hausrecht: Die Erlaubnis, private Gebäude zu betreten, beinhaltet nicht, dass man dort fotografieren und diese Bilder z. B. auf Facebook veröffentlichen darf. Wie bei Personen ist eine Einwilligung zum Fotografieren und zur Veröffentlichung notwendig.
  10. Erlaubt ist das Fotografieren auf öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen. Beispiel: Neben dem Gebäude, in dem sich die Kanzlei befindet, steht ein Denkmal. Das Foto von diesem darf für die Kanzlei-Homepage verwendet werden.

Dieser Beitrag wird zur Verfügung gestellt von: ReNoSmart, die Online-Bibliothek für Kanzlei- und Notariatsmitarbeiter

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