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Die 4 Regeln für erfolgreiche Selbst-PR für ReNos

Die 4 Regeln für erfolgreiche Selbst-PR für ReNos
© Joshua Rawson-Harris; Source Unsplash

Tue Gutes und sprich darüber – das gilt auch für ReNos!

Hast Du manchmal auch das Gefühl, dass Du Dich jeden Tag in der Kanzlei abrackerst und immer 100% gibst, aber Dein Chef oder Deine Chefin das gar nicht so recht zur Kenntnis nimmt? Das ist kein schönes Gefühl, denn jeder Mensch braucht Lob und Anerkennung, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich habe mal in einem Unternehmen gearbeitet, da galt das Motto „Nicht geschimpft ist genug gelobt“ – und das fand ich damals schon völlig bescheuert.

Wenn man jetzt nach den Gründen fragen würde, warum so viele ReNos so selten ein Lob oder ein ehrliches gemeintes Dankeschön bekommen, dann wird meistens die Schuld beim Chef gesucht – „der ist halt so, das kann man nicht ändern“. Aber ich verrate Dir was: Das kann man – in den meisten Fällen zumindest – schon ändern. Denn auch wenn es schwer zu glauben ist: Chefs sind tatsächlich auch nur Menschen! Und wenn Du dafür sorgst, dass die Maschinerie der Kanzlei reibungslos läuft, dann bekommt er in der Regel nicht mit, was Du da oftmals für einen Aufwand betreibst. Du musst daher offensiver an die Sache rangehen, und das Zauberwort heißt: Selbst-PR.

Du bist Dein eigener Pressesprecher

Du weißt sicher, dass PR für „Public Relations“ steht, im Deutschen sagt man auch Öffentlichkeitsarbeit dazu. In großen Unternehmen sorgt die PR-Abteilung unter der Leitung eines Pressesprechers dafür, dass die Öffentlichkeit erfährt, was die Firma Gutes tut, zum Beispiel wenn Sie etwas spendet oder neue Arbeitsplätze schafft. PR ist nützlich, um das Unternehmen sympathischer erscheinen zu lassen, denn das bringt Vorteile.

Bei der Selbst-PR geht es jetzt darum, dass Du entsprechend Deine Leistungen Deinem Chef präsentiert. Denn Du kannst natürlich nicht erwarten, für etwas gelobt zu werden, von dem er gar nichts weiß. Die hohe Kunst dabei ist es, das so zu machen, dass es nicht großspurig wirkt. Aber das kann man lernen – zum Beispiel hier in diesem Beitrag.

Die 4 Regeln für erfolgreiche Selbst-PR

Wie bei so vielen Dingen im Leben gilt auch hier: Es gibt nicht den einen Königsweg oder die fertige Schritt-für-Schritt-Anleitung. Aber es gibt ein paar grundlegende Regeln, die Du beachten musst, wenn Du erfolgreich PR in eigener Sache machen willst.

Regel Nummer 1: Sei Dir bewusst, dass Du großartige Arbeit leistest!

Oft ist es mangelndes Selbstbewusstsein, dass ReNos daran hindert, erfolgreich für sich die Werbetrommel zu rühren. Wenn man für jemanden arbeitet, der erfolgreich ein juristisches Studium abgeschlossen hat und auf seinem Gebiet ein absoluter Experte ist, dann kann man schon mal das Gefühl bekommen, dass die eigene Arbeit nicht so wertvoll ist. Aber das ist Quatsch! Was Du und Deine ReNo-Kollegen tagtäglich leisten, ist bewundernswert. Die Rechtsanwälte und Notare können nur deshalb ihren Job machen, weil Ihr ReNos ihnen den Rücken freihaltet – ohne Euch würde in der Kanzlei alles zusammenbrechen. Mach Dir also immer klar: Du bist wichtig und Deine Arbeit ist wertvoll!

Regel Nummer 2: Schreib Deine Erfolge auf

Wenn Du Außergewöhnliches leistest, dann sollte das nicht in Vergessenheit geraten, schon gar nicht bei Dir selbst. Wenn Du also eine schwierige Terminverschiebung hinbekommen hast – schreib es auf! Wenn Du der neuen Auszubildenden einen komplizierten Sachverhalt erklärt hast – schreib es auf! Wenn Du 2 Stunden länger geblieben bist, um eine wichtige Arbeit fertigzustellen – schreib es auf!  Und dann liest Du Dir die Liste regelmäßig durch, dann siehst Du schwarz auf weiß, was Du alles leistest!

Regel Nummer 3: Tue Gutes und sprich darüber

Wenn Du einen schwierigen und komplizierten Job erledigt hast, und Dein Chef Dich danach fragt, dann sag nicht nur „Hab ich erledigt.“ Er soll ruhig wissen, welche Schwierigkeiten Du hattest und welche Hindernisse Du aus dem Weg geräumt hast: „Ja, ist erledigt, ich bin gestern noch länger geblieben und hab die Sache fertig gemacht.“ Du siehst selbst: Das klingt nicht großspurig, sondern ist die reine Wahrheit.

Regel Nummer 4: Verteile selbst ausreichend Lob und Dank

Wenn Du Anerkennung und Lob erwartest, dann solltest Du selber nicht sparsam damit umgehen. Wenn Dich eine Kollegin unterstützt oder Du mitbekommst, wie ihr etwas Gutes gelingt, dann nimm das nicht schweigend zur Kenntnis. Sage auch Deinem Chef, wenn eine Kollegin maßgeblich zur Erledigung einer Aufgabe beigetragen hat. Wenn Du diese Regel beherzigst, wird auch keiner Deiner Kolleginnen auf die Idee kommen, Du wolltest Dich mit Deiner Selbst-PR beim Chef einschleimen.

Du wirst sehen: Wenn Du diese 4 Regeln konsequent befolgst, dann wird Dein Chef Deine großartige Leistung auch zu würdigen wissen. Und denk daran: Mit falscher Bescheidenheit kommst Du mittelfristig nicht weiter.

Dieser Beitrag wird zur Verfügung gestellt von: ReNoSmart, die Online-Bibliothek für Kanzlei- und Notariatsmitarbeiter

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