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Der perfekte Bürostuhl

Der perfekte Bürostuhl

Auf dem Bürostuhl sitzt man jeden Tag stundenlang. Daher ist es wichtig, dass er perfekt auf einen eingestellt ist – das ist leider häufig nicht der Fall. Die Auswirkungen eines schlechten oder falsch eingestellten Stuhls machen sich oft nicht direkt, sondern langfristig bemerkbar – z.B. durch Rückenschmerzen oder Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich. Grundsätzlich gilt, dass ein Bürostuhl drei Kriterien erfüllen muss: Er sollte die natürliche Haltung in allen Sitzpositionen unterstützen, individuell anpassbar sein und die Bewegung fördern.

Die Rückenlehne

Die Rückenlehne muss in Größe und Form passen. Sie sollte im oberen Teil nicht zu breit und nach hinten abgerundet sein. Auch eine bewegliche Aufhängung ist vorteilhaft. Testen kann man das, indem man die Arme nach oben streckt und sich dann nach hinten lehnt. Die Rückenlehne darf hierbei nicht behindern. Den nach vorne gewölbten, unteren Bereich nennt man Lordosenstütze. Je nach subjektivem Empfinden kann sich die Lordosenstütze im nach innen gewölbten Bereich der unteren Wirbelsäule befinden oder etwas tiefer am knöchernen Beckenkamm. Die Einstellung am Beckenkamm, etwa auf Höhe des Gürtels, ist aus orthopädischer Sicht sinnvoller.

Die Sitztiefe

Setzt euch so auf den Stuhl, dass euer Rücken bequem Kontakt zur Rückenlehne hat. Überprüft nun, ob zwischen Kniekehle und Sitzvorderkante drei oder vier Finger breit Luft ist. Passt das, ist die Sitztiefe richtig eingestellt. Je nach Körpergröße und Gewicht empfehlen sich unterschiedlich große Sitzflächen. Hier entscheidet das subjektive Empfinden – also, über die Sitzfläche, nicht über euer Gewicht 😉

Höhe und Breite

Armlehnen sollten in Höhe und Breite verstellbar sein. Auch die Größe ist entscheidend: Beim Heranrollen an einen Tisch sollte zunächst der Bauch an die Tischkante stoßen und nicht die Armlehnen. Die Höhe wird so eingestellt, dass die Schultern entlastet werden, ohne dass sie nach oben geschoben werden. Die ideale Breite entspricht ungefähr der Breite der Schultern.

Nacken- oder Kopfstütze

Ob eine Nacken- oder Kopfstütze gewählt wird, bleibt jedem selbst überlassen. Wenn eine vorhanden ist, sollte sie sich in Höhe und Tiefe auf eure Körperproportionen einstellen lassen und in der Form angenehm sein.

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Die Polsterung

Achtet darauf, dass die Polsterung nicht zu weich und der Stoff atmungsaktiv, strapazierfähig und rutschfest sind. Wenn ihr zu tief im Stuhl versinkt, droht Einschlaf-Gefahr…

Die Rollen

Die Rollen werden abhängig von der Härte des Fußbodens ausgewählt: Bei weichem Teppichboden sollten sie hart, und umgekehrt bei hartem Boden möglichst weich sein. Logisch?

90-Grad-Regel beachten!

Eine perfekte Ausgangssitzposition richtet sich nach der 90-Grad-Regel: Stuhl und Tisch sollen so eingestellt sein, dass die Körperwinkel zwischen Unter- und Oberschenkel, Oberschenkel und Oberkörper sowie Ober- und Unterarm – das kommt jetzt wenig überraschend – etwa 90 Grad betragen.

Sitz-Steh-Kombinationen

Sie sind sinnvoll, um zumindest ein wenig Bewegung im Arbeitsalltag zu integrieren. Alternativen wie Gymnastikbälle, Sattelsitze oder Pendelhocker (oder andere fantasievolle Lösungen) sind dagegen keine dauerhafte Lösung, um einen ergonomisch konzipierten Bürostuhl zu ersetzen. Sie sind zu unbequem und instabil, um den ganzen Tag darauf zu sitzen.

In Bewegung bleiben

Egal ob im Büro oder daheim im Arbeitszimmer gilt: Seid euch der körperlichen Inaktivität bewusst und steuert aktiv dagegen: Mindestens alle zwei Stunden aufstehen und ein bisschen bewegen, um den Kreislauf anzukurbeln. Kleiner Tipp: Richtet euch eine regelmäßige Erinnerung ein (z.B. über Outlook oder über den Timer auf eurem Smartphone), damit ihr auch wirklich daran denkt. Oder verzichtet bei der Heimarbeit einfach auf Kinderbetreuung, so wie ich und viele andere zurzeit 😉

Rückenübungen für Zwischendurch

Zum Beispiel: Beugt euren Oberkörper, während ihr auf dem Stuhl sitzt, nach vorne. Dabei streckt Ihr eure Arme weit nach vorn aus. Die Handflächen zeigen nach innen. Jetzt die Schultern weg von den Ohren bewegen und 20 Sekunden lang in dieser Haltung bleiben. Nun solltet ihr eine Dehnung im gesamten Rückenbereich spüren. Vergesst dabei das Lächeln nicht. Es hilft gegen das Verkrampfen 🙂

PS: Wir denken aktuell noch über eine Video-Serie nach, in der Thorsten diese und andere Übungen einmal vormacht…

 

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