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5 Übungen für mehr Arbeitsglück

5 Übungen für mehr Arbeitsglück
© Yan Ming / Unsplash

Gerade in Zeiten, in denen es mal nicht so gut läuft oder sogar eine ernsthafte Krise zu meistern ist, stellen sich viele von uns die Frage: „Bin ich eigentlich glücklich?“

Vielleicht hast Du Dich auch schon gefragt, ob Deine Arbeit Dich glücklich macht oder was passieren müsste, damit Du mehr Arbeitsglück empfindest? In diesem Beitrag stelle ich Dir 5 Übungen vor, die Dir dabei helfen können, dass Du Dich glücklicher und energiegeladener an die Arbeit machst.

 

Machen nur sinnstiftende Tätigkeiten glücklich?

Bei einer Umfrage eines Meinungsforschungsinstituts kam heraus, dass bei bestimmten Berufsgruppen das Arbeitsglück besonders stark ausgeprägt ist. Gärtner und Floristen beispielsweise sind laut dieser Befragung zu 87 Prozent glücklich. Fast alle Befragten aus dieser Branche gaben an, dass sie in einer Umgebung arbeiten, die sie mögen und das Gefühl haben, etwas „Lohnendes und Sinnvolles“ zu tun.

Aber keine Sorge: Du musst nicht gleich umschulen, um Deine persönliche Arbeitszufriedenheit zu erhöhen. Oft hilft es schon, die eigene Arbeit ein wenig anders zu betrachten oder kleine Veränderungen vorzunehmen. Die wichtigste Regel dabei lautet: Arbeitsglück kann man trainieren. Die folgenden Übungen helfen Dir dabei:

 

Übung 1: Sammle inspirierende Aktivitäten

Bei dieser Übung geht es darum, in 3 Schritten Momente in Deinem Job zu sammeln, in denen Du vollkommen zufrieden warst – wie bei einem Glückstagebuch:

  1. Notiere, welche inspirierenden Momente oder Aktivitäten Du bei Deiner Arbeit erlebst. (Beispiele: Als ich an einem Seminar teilnehmen konnte; wenn ich mit einem Mandanten ein gutes Gespräch führe usw.)
  2. Schreibe dann auf, was Du in solchen Momenten genau machst.

(Beispiele: Ich höre aufmerksam zu und mache mir Notizen; ich rede und ich lache usw.)

  1. Im letzten Schritt hältst Du fest, warum Dich gerade das motiviert und bei Dir Glücksgefühle auslöst. (Beispiele: Ich spüre, wie ich auf neue Ideen komme und neue Dinge hinzulerne; der Mandant gibt mir das Gefühl, das ich wichtig für ihn bin und ich ihm helfen kann usw.)

 

Übung 2: Fordere Dich selbst heraus

Damit Du möglichst viele Glücksmomente in Deinem Arbeitsalltag erlebst, solltest Du versuchen, ein Stresslevel zu erreichen, bei dem Du weder überfordert noch unterfordert wirst. Denn eine ständige Überforderung kann leicht in einem Burnout enden. Aber auch das Gegenteil davon, das sogenannte Boreout-Syndrom, ist schädlich für Dein Wohlbefinden.

Suche Dir daher auch in den wenig erfreulichen Routinejobs Deines Büroalltags kleine Herausforderungen. Erledige zum Beispiel Deine Arbeit so, dass auch für Dein Team ein „Mehrwert“ dabei herausspringt:

  • Formuliere ein Protokoll so kurz und knapp (aber trotzdem genau), dass Dein Chef es schneller lesen kann als sonst.
  • Mach Dir Gedanken, wie Du die Methode Eurer Ablage im Büro verbessern kannst, so dass Deine Kolleginnen und Du alles schnell wiederfindet.
  • Wenn Du es mit einem Mandanten zu tun hast, den Du als besonders anstrengend empfindest, dreh den Spieß einfach um und mach aus dem Gespräch mit ihm eine Lernstunde. Überlege, was Du von dieser Person oder der Situation lernen könntest.

 

Übung 3: Kleine Belohnungen im Arbeitsalltag 

Eine einfache Methode, um im Job mehr Glück zu empfinden, ist das Einbauen kleiner Belohnungen in Deine Arbeitsroutinen. Zum Beispiel:

  • Zu Beginn einer neuen Woche beglückst Du Dich mit einem schönen Blumenstrauß für den Schreibtisch.
  • Starte den Tag mit Musik und such Dir für den morgendlichen Weg zur Arbeit einen Song aus, der Dich motiviert. Nimm die Melodie mit in den Tag, indem Du sie zwischendurch immer mal wieder in Erinnerung rufst und Deinen Arbeitsrhythmus daran anpasst.
  • Leg Dir einen kleinen Glücksbringer auf den Schreibtisch – ein besonderer Stein oder eine schön geformte Kastanie. Immer, wenn es wieder besonders stressig im Büro ist, nimmst Du den Glücksbringer in die Hände und konzentrierst Dich auf die Eigenschaft, die er haben soll.
  • Wenn Du effizient und konzentrierst arbeiten willst, sind regelmäßige Pausen zum Energietanken notwendig. Oft reicht es schon, kurz das Fenster zu öffnen und die frische Luft bewusst einzuatmen oder – besonders in Stressmomenten – mit Genuss ein Glas Wasser zu trinken.

 

 Übung 4: Als Kind wollte ich…werden 

  • Bei dieser Übung überlegst Du Dir zunächst 3 Berufe, von denen Du schon als Kind geträumt hast oder die Du heute noch spannend findest. Voraussetzungen wie Ausbildung oder Erfahrung spielen hierbei keine Rolle. Lass Deiner Fantasie einfach freien Lauf – von der Bankdirektorin bis zur Pilotin ist alles erlaubt!
  • In Schritt 2 versuchst Du herauszufinden, was genau Du an diesen Berufen so attraktiv findest. Wenn Du zum Beispiel als Traumberuf „Pilotin“ angegeben hast, finde heraus, ob Dich daran eher die angesehene Position oder die Freiheit des Fliegens reizt.
  • Zuletzt listest Du auf, welche unterschwelligen Sehnsüchte Du diesen Wunschberufen entnehmen konntest. Das ist der Schlüssel zu mehr Arbeitsglück – denn womöglich lassen sich mehr dieser Sehnsüchte in Deine jetzige Arbeit einbauen.

 

Übung 5: Dinge gut können – und darüber sprechen

Erstelle für diese Übung eine vollständige Liste von den Dingen, die Du im Job besonders gut kannst. Sei dabei nicht zu bescheiden und denke sowohl an Fachliches als auch an Zwischenmenschliches:

  • Kannst Du gut auf Menschen zugehen und Small Talk mit Mandanten halten?
  • Kümmerst Du Dich besonders gut um die Einarbeitung neuer Kolleginnen?
  • Bist Du mit Deinem grünen Daumen für das Wohl Eurer Büropflanzen zuständig?

Schreibe in kurzen Sätzen auf, was Du alles gut kannst – und notiere auch, was Du Dir im Job noch wünschst. Ergänze diese Liste regelmäßig und lies sie Dir vor – wie eine Art Vortrag über Dich selbst.

Wenn Du zufrieden mit Deiner Selbstdarstellung bist, kannst Du losziehen und sie bei passender Gelegenheit mit anderen teilen – zum Beispiel mit Deinem Chef. Denn mehr Glück bei der Arbeit erreichst Du nur, indem Du auch anderen klar machst, was Dich glücklich macht.

 

  Dieser Beitrag wird zur Verfügung gestellt von: ReNoSmart, die Online-Bibliothek für Kanzlei- und Notariatsmitarbeiter  
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